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1.3: Wie gestalten wir Kulturen des Zusammenlebens?

11.06.2022 17:44 1. Kultur | Wissen | Bildung Autor*innen und Mitwirkende

Wie schaffen wir (neue) Kulturen des Zusammenlebens in Frieden und Gleichwertigkeit? Wie verhalten sich Menschen als soziale Wesen in der Gesellschaft? Wie können Respekt, Sympathie, Empathie und Liebe in der Gesellschaft gefördert, Hass erklärt und abgebaut werden? Welche Rolle spielt das Zusammenwirken unterschiedlicher Kulturen, soziale Ungleichheit und Ungleichwertigkeit und wie gewährleisten wir eine bessere Teilhabe insbesondere an Bildung? Nützt oder schadet Digitalisierung dem Zusammenleben?

Die Frage, wie wir (neue) Kulturen des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft gestalten möchten, ist von den Werten Frieden, Gerechtigkeit und Gleichwertigkeit bei aller Verschiedenheit geleitet. Dies bewegt auch viele Fragestellende, die nicht nur nach Erklärungen suchen, sondern das Zusammenleben verbessern möchten. Ihnen geht es um die einzelnen Menschen, zwischenmenschliche Beziehungen, das Verhältnis von gesellschaftlichen Gruppen, kulturelle Konzepte und grundlegende Werte des Zusammenlebens. Leitfragen sind: Wie verhalten sich Menschen als soziale Wesen und im sozialen Raum? Wie lassen sich zwischenmenschliche Beziehungen, gegenseitiger Respekt, Sympathie, Empathie und Liebe befördern? Wie leben Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen? Welche Rolle spielen dabei digitale Welten?
Hier geht es den Fragestellenden um die Entwicklung von Traditionen und Bräuchen, ebenso wie um verschiedene Konzepte von Familie. Thematisiert wird insbesondere auch, wie wir der sozialen und kulturellen Diversität in der Gesellschaft gerechter werden können. Kritisch werden immer wieder Ungleichheit und ungleiche Teilhabemöglichkeiten angesprochen und was wir dagegen tun können. Beispiele sind Vorurteile, Rassismus und die Ungleichbehandlung der Geschlechter (z.B. die ungleiche Entlohnung von Männern und Frauen, Geschlechterstereotype, aber auch die Rolle von Feminismus und Patriarchat). Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Bildungssystem. Kernfrage dabei ist, wie die Teilhabe von Kindern und Familien aus ärmeren Verhältnissen gefördert werden kann, hinterfragt wird Funktionalität und Fairness des 3-gliederigen Schulsystems. Begleitet wird dies durch grundlegende Fragen nach universellen Werten, der Erklärung von Hass, aber auch der Hoffnung auf Weltfrieden. 


Die große Frage des friedlichen und gerechten Zusammenlebens braucht in der Forschung übergreifende und auf Verbesserung angelegte Ansätze. Es gilt, die Brücke zu schlagen zwischen den einzelnen Menschen, ihren Beziehungen zu anderen und der Gesellschaft. Interessant könnte zudem der Blick auf den Einfluss digitaler Welten auf das soziale Miteinander und Kulturen sein. Zentral ist die Bekämpfung von Ungleichwertigkeiten und die Förderung schwacher Gruppen, die über weniger Möglichkeiten der Entwicklung, Bildung und Teilhabe verfügen, sozial, kulturell und politisch. Die Untersuchung des Zusammenhangs von Werten und Verhaltensweisen sowie Konzepten des Miteinanders – z.B. der Familie, dem Verhältnis der Geschlechter oder unterschiedlicher Gruppen der Bevölkerung zueinander – eröffnen neue Forschungsfragen. Was lässt sich daraus für die Förderung von mehr Gleichwertigkeit und für konkretes Handeln ableiten? Und wie schaffen wir es endlich, dass auch Kinder aus armen Verhältnissen Zugang zu Bildung bekommen?

  • Warum gibt es immer noch Vorurteile? 28043
  • Wie kann man kulturelle Diversität die Gesellschaft attraktiver machen und sie somit näher an die Menschen bringen. 31352
  • Wie entsteht Sympathie? 25458
  • Warum sind Menschen mit Absicht asozial? 25399
  • Hat das Patriarchat überhaupt wirklich Vorteile für Männer? 24458
  • Was für Faktoren braucht es um möglichst gleiche Chancen zu gewährleisten? 32489
  • Warum empfindet man rosa als weibliche und blau als männliche Farbe? 24578
  • Wie war das Konzept Familie bevor es durch Religion geprägt wurde 23272
  • Was für Auswirkungen haben digitale Welten auf das kulturelle Leben? 20931
  • Wie schaffen wir es, dass auch Kinder aus armen Verhältnissen Zugang zu Bildung bekommen? 26242

Autor*innen:

Prof. Dr. Beate Küpper

Mitwirkende:

Prof. Dr. Friederike Fless
Dr. Thorsten Merl 
Sina Bruder
Andreas Eberle
Benjamin Mahr
Waltraud Riedl
Kathrin Seemiller


Kommentare

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Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland

28.06.2022 10:32 gabriele.wickenhaeuser ist eine inhaltliche Ergänzung

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) ist ein Fallbeispiel für eine juristische Form (Rechtsform) der Zusammenarbeit unterschiedlicher Religionsgemeinschaften auf einem bestimmten Staatsgebiet bzw. in einem Rechtsraum.

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aktuelles Thema / viele unterschiedliche Aspekte

28.06.2022 18:25 awe ist eine allgemeine Anmerkung

Das Clusterpapier behandelt ein wichtiges und aktuelles Thema – insbesondere vor dem Hintergrund, dass unsere Gesellschaft vielfältiger wird, gleichzeitig aber das Klima angespannter wird und die Polarisierung zunimmt. Angesichts aktueller Krisen und Entwicklungen (Pandemie, Preissteigerungen etc.) erscheint mir insbesondere auch die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit und beispielsweise der Teilhabe und Förderung von Kindern aus armen Haushalten zentral. Spannend ist auch die Frage nach den digitalen Welten. Wie prägen digitalen Welten unsere Gesellschaft, wie beeinflussen Phänomene wie Hate Speech unser Zusammenleben auch offline? Und wie kann man auch im Internet ein gutes Miteinander schaffen, was braucht es dafür?

Insgesamt widmet sich das Papier einem wichtigen Thema, ist allerdings sehr breit angelegt und schneidet viele verschiedene Punkte an.

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