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4.4: Wie gestalten wir ein nachhaltiges Energiesystem?

12.06.2022 13:24 4. Innovation | Technik | Arbeit Autor*innen und Mitwirkende

Wie kann ein sozial gerechtes, ökologisches und nachhaltiges Energiesystem aussehen? Welche Energiequellen können dafür genutzt werden? Welche Energiespeicher brauchen wir? Und wie kann ein solches System intelligent gesteuert werden? Was heißt das für die Verbraucher*innen?

Thema dieses Clusters ist das Energiesystem der Zukunft. Diskutiert werden Technologien (von Kernfusion bis Wellenkraft), die in einem zukünftigen Energiesystem eine Rolle spielen können. Aber auch die Herausforderungen, die erneuerbare Energien mit sich bringen und was passieren muss, damit unsere Stromversorgung den steigenden Energiebedarf abdecken kann. Dabei liegt ein Schwerpunkt darauf, wie soziale und ökologische Aspekte direkt berücksichtigt werden können und wie eine nachhaltige Energieversorgung gestaltet werden kann. Sowohl schon vorhandene Technologien wie auch neue Energiequellen (von Photosynthese bis zum Erdmagnetfeld) können berücksichtigt werden.

Sorge bereitet den Fragesteller*innen die Versorgungssicherheit bei wetterabhängigen (und dadurch schwankenden) Energieressourcen wie Windkraft, Sonnenenergie oder Wasserkraft. Der aktuelle Stand der Forschung zeigt hier Lösungen auf (z.B. intelligente Stromsysteme und Stromsteuerung auf gesamt europäischer Ebene), die auch den steigenden Energiebedarf der Zukunft abdecken können, ohne dass die Energieeffizienz durch viele Umwandlungsprozesse (wie im Falle der Speicherung notwendig) zu stark sinkt. An einem solchen Energiesystem können Verbraucher*innen z.B. durch ihre Solaranlagen, E-Autos, oder Speicher wirtschaftlich teilhaben.


Aus vielen Fragen zu neuen und nachhaltigen Energiesystemen, z.B. der Energieerzeugung durch den eigenen Körper (Bewegungsenergie beim Sport), oder durch Alltagsgegenstände (Energiespeicherung durch Kleidung) ging hervor, dass Verbraucher*innen aktiver am Energiesystem der Zukunft teilhaben wollen. Zusätzlich kann ein verstärkter Fokus auf die Kommunikation des aktuellen Stands der Forschung gelegt werden, um die vorhandenen Möglichkeiten besser zu verdeutlichen und Vorurteile gegenüber bestimmten Lösungen abzubauen.

  • Welche Energiequelle ist in Sachen Nachhaltigkeit die vielversprechendste? 13890
  • Gibt es Ansätze und Möglichkeiten zur Nutzung der Kernfusion? 18874
  • Wie oft kann Energie umgewandelt werden bis sie nicht mehr nutzbar ist? 20612
  • Was muss passieren damit die Sonnenenergie in Afrika nutzen können? 23316
  • Was bringt ein Windrad? 30902
  • Wie könnte die Fotosynthese mechanisch nachgeahmt werden 22630
  • Wie lässt sich Atommüll entsorgen? 19529
  • Warum haben wir noch keine Heizsysteme für den Privatgebrauch auf Wasserstoff-Basis? 15573
  • Was sind künftige Alternativen für Gas, Eröl, Kohle als Grundinhaltsstoffe für Energie, Medikamente, Kunststoffe, Reifen etc.? 30846
  • Wie können wir das CO2 aus unserer Atmosphöre filtern? 30961
  • Wann wird es wireless Strom geben? 17592
  • Wie kann man Strom über weite Strecken transportieren? 31895

Autor*innen:

Dr. Nicole Ludwig

Mitwirkende:

Prof. Dr. -Ing. halbil Dierk Raabe
Prof. Dr. rer. nat. Martina Schraudner
Ulrike Dittmann
Steve Hoferick
Ronald Sommer
Dominic Straub
Timo Wacke
Heinz Wenker


Kommentare

ist eine allgemeine Anmerkung

Atomgesetz

29.06.2022 15:19 gabriele.wickenhaeuser ist eine allgemeine Anmerkung

Am 23.12.1959 waren die deutschen Gesetzgeber noch der Meinung, dass die Atomenergie von Technikern zu beherrschen sei. Sie verabschiedeten daher das deutsche Gesetz über die friedliche Verwendung der Kernenergie und den Schutz gegen ihre Gefahren (Atomgesetz bzw. AtG). Heute haben wir deshalb den Atommüll auf Kosten dieses Rechtsstaates noch endgültig zu entsorgen. Ja, so schnell ändern sich die Zeiten.

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