Wissenschaftsjahr 2022 Online-Konsultation
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4.6: Wie lässt sich die Interaktion zwischen Wissenschaft und Gesellschaft verbessern?

12.06.2022 13:27 4. Innovation | Technik | Arbeit Autor*innen und Mitwirkende

Wie können vernünftige und richtige Wissensquellen zuverlässig erkannt werden? Was muss die Wissenschaft ändern, damit Forschungsergebnisse schnell und verlässlich in der Gesellschaft ankommen? Welche Methoden und Formate stehen dafür zur Verfügung? Und reichen diese aus?

Zu einer Reihe von Fragen gibt es bereits grundlegend erforschte Antworten. Das lässt vermuten, dass neue Formate der Wissenschaftskommunikation gefunden werden müssen. Nur so lässt sich erreichen, dass eine stärkere Durchdringung und Verbreitung komplexe Sachverhalte in der Gesellschaft besser verstanden werden. Kernfragen sind: Welchen Stellenwert hat Wissen in der Zukunft? Wie kann man Qualität von Wissen sicherstellen? Wie kann man Überblickswissen zu Zukunftsthemen „neutral“ zur Verfügung stellen? Welche zielgruppenspezifischen Vermittlungsformen braucht es im Zeitalter kurzer Aufmerksamkeitsspannen? Und welche gesellschaftliche Verantwortung hat die Wissenschaft bei der Einbindung der Gesellschaft für die Gestaltung der Zukunft? 


Es zeigt sich, dass frei zugängliches wissenschaftliches Wissen nicht zwangsläufig zu mehr Wissen in der Gesellschaft führt. Vielmehr zeigen sich neue Hürden beim Erkennen qualitativ hochwertiger Wissensquellen. Es gibt deswegen einen Bedarf an neuen Vermittlungsformen für gültiges Wissens. Es müssen Wege gefunden werden, das Selbstverständnis von Wissenschaft als Wissensvermittlerin der Gesellschaft weiterzuentwickeln. Für die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft ist es sehr wichtig, dass Informationen zu aktuellen Zukunftsthemen rasch zur Verfügung gestellt und immer wieder diskutiert und ergänzt werden.

  • Was tut die Wissenschaft um die Komplexität von Antworten auf wissenschaftliche Sachverhalte zu reduzieren? 19983
  • Wer hat die Technologie erfunden? 15989
  • Wo finden Wissenschaftler Ihre Inspirationen? 23527
  • Wie kann Wissenschaft auch im Alter zugänglich sein? 13138
  • Wie weit ist Deutschland mit der Technologie im Gegensatz zu China? 29383
  • Woher weiß Instagram, was ich sehen will? 28030
  • Wie kammen die Menschen eigentlich dazu Netz (wlan)zu erfinden? 20402
  • Ist es möglich, dass allen Menschen auf der Welt genügend Trinkwasser und Nahrung zur Verfügung steht und was muss dafür passieren? 13332
  • wo steht deutschland bei der digitalisierung? 20293
  • Warum bricht WLAN manchmal die Verbindung ab? 27451
  • Wie funktioniert ein Akku? 28349

Autor*innen:

Prof. Dr. rer. pol. Neşe Sevsay-Tegethoff

Mitwirkende:

Prof. Dr. -Ing. halbil Dierk Raabe
Prof. Dr. rer. nat. Martina Schraudner
Ulrike Dittmann
Steve Hoferick
Ronald Sommer
Dominic Straub
Timo Wacke
Heinz Wenker


Kommentare

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Beziehung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

24.06.2022 15:47 Jannishuelsen ist eine allgemeine Anmerkung

Aus meiner persönlichen Erfahrung beobachte ich im Verständnis von Wissenschaftskommunikation ein Übergewicht auf dem Prozeß des Erklärens von Wissen aus der Forschung an die Bevölkerung. Kommunikation benötigt nach meinem Verständnis allerdings einen bidirektionalen Austausch. Insofern fehlt mir der Aspekt der Notwendigkeit von iterativen Austauschformaten, die langfristig angelegt sind. An dieser Stelle ist sicherlich auch der Aspekt der Citizen Science anknüpfbar, wobei in diesem Zusammenhang, ähnlich wie bei Partizipationsprozessen, die Frage relevant ist, welche Expertisen Bürger in der Lage sind einzubringen.

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Maßnahmen zum Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

28.06.2022 10:07 nellen

Der Prozess des Erklärens ist wichtig, um einen Austausch zu ermöglichen. Das Verständnis von "Nature of Science" ist in der Bevölkerung schlecht ausgeprägt.
Punktuelle "Erklärveranstaltungen" sind allerdings langfristig nicht zielführend. Im Rahmen von "lebenslangem Lernen" müssen mehr Formate (die es in kleinem Maßstab bereits gibt) geschaffen werden, um niederschwellig einen kontinuierlichen, aufbauenden Dialog zu schaffen. Hier sind m.E. dezentrale Maßnahmen, die häufig von kleinen Initiativen ausgehen, deutlich besser zu unterstützen. Beispiele sind Science Cafés, offene Labore, betreute Kursangebote und Workshops. Es ist zu beachten, dass sich solche Maßnahmen nicht auf die Ballungsräume beschränken. Die wissenschaftliche Qualität der Maßnahmen muss (möglichst unbürokratisch) geprüft werden.

 

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Ergänzende Frage

24.06.2022 15:50 Jannishuelsen ist eine inhaltliche Ergänzung

 Wie lässt sich der Austausch von Wissenschaft und Zivilbevölkerung iterativ und nachhaltig gestalten?

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Strukturen für Austausch

24.06.2022 15:52 Jannishuelsen ist eine Frage

Welche Rollen sind notwendig für einen fruchtbaren Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und wer kann diese Rollen ausfüllen?

 

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Qualitätsstandards einhalten fördert wissenschaftlichen Fortschritt

03.07.2022 05:12 Kinseher.R-KEH ist eine inhaltliche Ergänzung

Bei einer ´Nahtod-Erfahrung´(NTE) kann man bewusst erleben, wie das Gehirn einen Reiz/Gedanken systematisch und strukturiert verarbeitet - dabei werden Erlebnisse ab dem 5. Schwangerschaftsmonat lebenslang erinnert.

Die Lehrmeinung geht aber bisher immer nur davon aus, dass Erlebnisse aus der frühen Kindheit dem bewussten Erinnern nicht zugänglich sind (infantile Amnesie).

Gemäß dem Ehrenkodex und Qualitätsstandard ´Gute wissenschaftliche Praxis´ müssten Wissenschaftler konkreten Hinweisen auf wissenschaftliche Fehler bzw. Fehlverhalten nachgehen. Ich habe seit 2006 ein komplettes Erklärungsmodell für NTEs entwickelt und bisher weit über 3000 Wisssenschaftler (Studenten bis Profs.) darauf aufmerksam gemacht, dass/wie NTEs zeigen, dass eine Lehrmeinung falsch sein muss: meine Hinweise wurden ignoriert.

Meine Frage ist daher: Wie kann ich einen Wissenschaftler (m,w,d) finden, der sich wissenschaftlichen Qualitätsstandards verpflichtet fühlt?

 

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