Wissenschaftsjahr 2022 Online-Konsultation
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5.1: Wie bleiben die Menschen möglichst gesund?

12.06.2022 13:42 5. Gesundes Leben | Medizin | Pflege Autor*innen und Mitwirkende

Wie kann das Gesundheitssystem vermehrt die Gesundheit der Menschen fördern statt immer nur Krankheiten zu heilen? Welche Grundlage hat eine gute Gesundheit? Welchen Einfluss hat Sport, Bewegung und gesunde Ernährung? Reicht der Wechsel zu einer gesunden Lebensweise? Und wie kann die Früherkennung von Krankheiten verbessert werden?

Eine wichtige Anregung der Bürger*innen ist die Forderung einer vermehrten Erforschung und Förderung gesundheitserhaltender Maßnahmen im Gesundheitssystem. Vorbeugende Maßnahmen sollen das momentane Herzstück des Gesundheitssystems, die (späte) Behandlung von Krankheiten, ersetzen. Dieser Wunsch nach Förderung der Gesundheit ist das grundlegende Thema dieses Präventionsclusters. Kernfragen sind: Welche Möglichkeiten der Gesunderhaltung gibt es? Wie können Krankheiten früher erkannt werden? Welche frühzeitigeren Behandlungsalternativen und Intervention von Krankheiten gibt es heute und zukünftig?
Die konkreten Einzelfragen dieses Clusters können den folgenden Themenbereichen zugeordnet werden: 1. Wie beeinflusst unsere Lebensweise (z.B. Ernährung, Sport und Bewegung, Stress, Informationsüberfluss, Rauchen, Gedächtnisübungen) unsere Gesundheit? 2. Welche Umweltfaktoren (z.B. Luftverschmutzung, Plastik, Pathogene, Keime, Radioaktivität) haben auf welche Weise Einfluss auf unsere Gesundheit? 3. Welche Rolle spielen körpereigene Ursachen für die Entstehung von Erkrankungen (z.B. Immunsystem, Darmflora, genetische Faktoren, prädiktive Biomarker, Funktion von Zellen, Epigenetik)? 4. Welche Möglichkeiten der Früherkennung von Erkrankungen gibt es heute und zukünftig auf Basis der Forschungen zu den Fragen ersten drei Fragen (z.B. Bildgebung, Biomarker)? 5. Welche frühzeitigen Interventionsmöglichkeiten (z.B. Steuerung von Epigenetik, Lebensstilveränderungen, Impfungen) können mit diesem Wissen entwickelt werden? Und können so Impfungen künftig für ein größeres Erkrankungsspektrum (z.B. Krebs, Pilz- und andere Infektionen) entwickelt werden? 


Aus wissenschaftlicher Sicht zeigen die Fragen den Wunsch nach Aufklärung über geeignete gesundheitserhaltene Maßnahmen (Primärprävention), aber vor allem auch das Bedürfnis nach einer wissenschaftlichen Weiterentwicklung von Präventions- und Früherkennungsstrategien (Sekundär- und Tertiärprävention). Dafür sollte auch die Nutzung innovativer technologischer Möglichkeiten zur Identifikation neuer molekularer Biomarker (z.B. Liquid Biopsies, Einzelzelltechnologien, neue hochauflösende Bildgebungsverfahren) in Betracht gezogen werden. Die Bürger*innen möchten auch die Wirkungen von Lifestyle- und Umweltfaktoren auf den menschlichen Körper besser verstehen. Ein Ansatz könnte die „Exposom“-Forschung sein, bei der das Zusammenspiel von externen Umwelt- und Lifestylefaktoren und internen körpereigenen Faktoren untersucht wird. Dabei sollten auch der Einfluss des Klimawandels oder sozio-demografische Faktoren (z.B. Sozialstatus) miteinbezogen werden. Für alle Themenbereiche ist eine verbesserte Gesundheits- und Wissenschaftskommunikation essentiell. Hierzu sollten neue Formate der Interaktion und des Dialogs mit den Bürger*innen entwickelt und getestet werden

  • Wie erkennt man ein schwaches Immunsystem? 14093
  • Wie können wir wirklich ein GESUNDHEITSsystem schaffen, bei dem wirklich die Gesundheit und nicht die Krankheit gefördert wird? 16207
  • Welche wiss. Methoden können in Zukunft eingesetzt werden, um noch unbekannte Pathogene zu identifizieren und wirklich die Ursache heilende Therapien zu entwickeln? 12758
  • warum wird man eigentlich krank 14204
  • Könnte man genetisch Transformationen um Mutierungen einsetzen um genetische Krankheiten einer Person zu verhindern? Gibt es eine ethische Grenze dazu? 22443
  • Inwiefern beeinflusst gentechnisch veränderte Nahrung unsere Gesundheit? 14728
  • Wie viel Wissen ist gesund? Wie wirkt sich Beschleunigung und Überfluss an Informationen in Freizeit & Beruf gesundheitlich aus? 14676
  • Welche Auswirkungen hat Mikroplastik auf das menschliche Hormonsystem? 12818
  • Was beeinflusst den Weg zu einem gesunden Körper mehr: Gene, Ernährung, Sport oder Lifestyle? Lassen sich genetische Nachteile vollkommen durch einen gesunden Lifestyle kompensieren? 14135
  • Inwiefern könnte gezielte, aus der Tierwelt inspirierte & übertragene Throphallaxis ausgehend von Gesunden zur Immunstärkung älterer, sehr junger, oder immun-schwacher Menschen beitragen? 32662

Autor*innen:

Prof. Dr. Angelika Eggert
Dr. Denise Eckert

Mitwirkende:

Jens Donner
Claudia Hohmann
Andrea Matzke
Jutta Reichenbach
Oliver Rost


Kommentare

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Mütterkurse

28.06.2022 16:13 gabriele.wickenhaeuser ist eine allgemeine Anmerkung

Sogenannte Mütterkurse bilden werdende oder junge Mütter in der Pflege des Säuglings und Kleinkindes in gesunden und kranken Tagen aus. Diese Kurse wurden in Deutschland erst im Jahr 1917 zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes der Bevölkerung eingeführt. So kann der Start in ein gesundes Leben überall durch Frauenbildung unterstützt werden.

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Überraschende Frage

02.07.2022 22:19 Idefix97

Dieses Thema "Wie bleiben die Menschen möglichst gesund" erachte ich als äußerst wichtig. Zugleich überrascht mich diese Frage, da ich bereits so viele Sendungen zu diesem Thema gesehen habe. So gab es bei wdr ein gezeigter "Versuch" mit Lehrkräften, die auf drei Ebenen: Ernährung, Sport und Entspannung 8 Wochen bewusster gelebt haben und dann wurde gesehen, wie sie sich verändert haben und dass diese Bereiche das Wohlergehen deutlich beeinflusst haben. Bei Arte gibt es die Sendung "Unser Hirn ist, was es isst". Es gibt Studien, die Zusammenhänge zwischen den (fehlenden) Bakterien im Darm und Nervenkrankheit festgestellt haben. Da diese Frage so groß gestellt wurde, frage ich mich, wie diese übersichtlich beantwortet werden kann, gerade bei den vielen Vernetzungen, und es gibt bereits viele Antworten zu diesen Fragen. Bleiben wir trotz dieses Wissens gesund, wenn in Supermarkt bis zu 90 % ungesunde Dinge verkauft wird. Nervenerkrankungen, Diabetes u.a. werden massiv zunehmen.

 

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