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5.5: Wie prägen genetische Faktoren und das Zusammenspiel von Umwelteinflüssen und Genetik die Eigenschaften von Menschen und eröffnen neue Therapieentwicklung

12.06.2022 13:53 5. Gesundes Leben | Medizin | Pflege Autor*innen und Mitwirkende

Welchen Einfluss haben Gene und Umwelt auf die Gesundheit des Menschen? Wie lassen sich daraus Therapieansätze entwickeln? Und was bedeutet das für den Menschen jenseits von Krankheit? Können wir in Zukunft wünschenswerte Eigenschaften/Aussehen/Verhalten genetisch programmieren?

Das Thema dieses Clusters umfasst sehr unterschiedliche Forschungsfragen, zum Zusammenspiel von Genen und Umweltfaktoren (Epigenetik) beim Menschen. Dazu gehören Fragen der molekularen Grundlagen von Vererbung und Genregulation, natürliche und technische Veränderungen des Erbguts sowie das Zusammenwirken von Genen und Umwelt bei der Ausprägung von Eigenschaften. Aber auch allgemeine Fragen zu der Evolution des Menschen zählen hierzu. Die Bürger*innen interessieren sich für genetische und nicht genetische Ursachen von Krankheiten und die Möglichkeiten der Entwicklung neuer Therapien (z.B. Gentherapie, Stammzelltherapie und synthetischer Organe). Sie fragen aber auch nach den genetischen Grundlagen von Eigenschaften ohne direkten Krankheitsbezug wie etwa Aussehen, Augen- und Haarfarbe, Körpergröße, Musikalität, Intelligenz, sexuelle Orientierung und Verhalten). In diesem Zusammenhang wurden Fragen zu gentechnischen Verfahren gestellt, mit denen Alterungsprozesse verlangsamt und menschliche Eigenschaften mit Hilfe gentechnischer Verfahren verändert werden können. Dabei wird neben Chancen und Risiken nach den ethischen Grenzen von gentechnischen Eingriffen gefragt. Für komplexe Gen-Umwelt-Interaktionen (Epigenetik) gibt es offenbar eine zunehmen Aufmerksamkeit, die auch mit der Frage nach Möglichkeiten von Eingriffen in bzw. Steuerung von epigenetischen Prozessen verbunden wird. Bei der Evolution des Menschen wird gefragt, inwiefern die Fortschritte der Medizin oder auch umweltbedingte Mutationen Einflüsse auf diese haben.


Der größte Teil der Fragen zu Genetik ist bereits erforscht oder in Forschungsförderungsprogrammen gut abgedeckt. Nachholbedarf besteht bei der Kommunikation von neuen Verfahren und Forschungsfeldern (z.B. bei mRNA-Impfstoffen) in der Kommunikation und dem Dialog zwischen Forschung und Bürger*innen. Neue innovative Forschungsansätze versprechen vor allem die Fragen zu Epigenetik.

  • Warum gibt es Autoimmunerkrankungen bei denen das Immunsystem eigene Körperzellen angreift? 13595
  • Ist es möglich Organe synthetisch herzustellen und zu transplantieren? Falls ja, wie ? 18210
  • Wie steuert man Epigenetik? 28741
  • Verlangsamen wir die Evolution durch die Medizin? 14116
  • Wie verändert moderne Medizin die Evolution? 27501
  • - Wird es irgendwann möglich sein, verlorene Extremitäten durch DANN-Veränderung oder andere Technologien wieder nachwachsen zu lassen? 15686
  • Kann Gentechnik auch die Codes der Epigenetik schreiben und wann ja, wie geht das? 13908
  • wie gefährlich sind die MRNA-Impfungen für den Menschen? 15166
  • Kann Gentechnik zu unerwünschten Mutationen in den veränderten Lebewesen führen? 31651
  • Welche Folgen haben Mikroplastiken im Blut auf das Erbgut? 27434

Autor*innen:

Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann

Mitwirkende:

Jens Donner
Claudia Hohmann
Andrea Matzke
Jutta Reichenbach
Oliver Rost


Kommentare

ist eine inhaltliche Ergänzung

Gentechnikgesetz

28.06.2022 16:22 gabriele.wickenhaeuser ist eine inhaltliche Ergänzung

Das Gesetz zur Regelung der Gentechnik (GenTG) wurde wegen der gut begründeten Befürchtungen innerhalb der Bevölkerung in Deutschland am 20. Juni 1990 - nach der Deutschen Wiedervereinigung - vom Deutschen Bundestag erlassen.

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